Unsere Aktivitäten 2013

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Festliche Musik und ein herausragender Solist beim Jahreskonzert

Der Tradition folgend haben Jahreskonzerte unter Dirigent Frank Hertweck kein festes Thema. Zu unterschiedlich sind die einzelnen Stücke, und dennoch bilden sie immer einen strukturierten Spannungsbogen und somit einen "runden Abend" für unsere Zuhörer. In diesem Jahr eröffneten feierliche Klänge das Konzert: Der "Jupiter-Hymnus" aus Gustav Holsts Orchestersuite "Die Planeten" beschreibt die majestätische Präsenz des größten Planeten unseres Sonnensystems. Deutlich zierlicher und verspielter – und somit vor allem für die Holzbläser eine Herausforderung – sind die Themen in der Ouvertüre zu "Der Kalif von Bagdad" von François-Adrien Boieldieu, einer eher unbekannten und dennoch musikalisch sehr schönen französischen Oper aus dem Jahr 1800. Den Höhepunkt des ersten Konzertteils bildete die Originalkomposition "Music for a Solemnity" des Niederländers Jan de Haan, einem populären Meisters sinfonischer Blasmusik. Dieses Werk, dessen Titel man am ehesten mit "Musik für einen feierlichen Anlass" übersetzen kann, präsentiert dem Publikum alle Klangfarben, zu denen eine moderne Blaskapelle in der Lage ist.

Im zweiten Teil durften unsere Zuhörer Kapitän Lemuel Gulliver aus Jonathan Swifts Roman auf seiner Reise zu den Zwergen, Riesen, auf die Insel Laputa und ins Land der Houyhnhnms begleiten, musikalisch umgesetzt von einem weiteren Meister moderner sinfonischer Blasmusik: dem Belgier Bert Appermont. Als Meister am Marimbaphon hingegen erwies sich unser zweitjüngster Schlagzeuger Dominik Höfer, der beim Solostück "Mallet Man" die Schlägel wirbeln ließ und, als wäre er ein alter Profi, keinerlei Nervosität, dafür aber ausgeprägte Musikalität zeigte. Tosender Applaus war der Lohn, eine kleine Reprise des Stücks die logische Folge. Nach seiner tollen Leistung durfte der Solist erst einmal durchatmen, für das Orchester ging es hingegen in den Endspurt: "Das Phantom der Oper" darf zu Recht als Meilenstein der (noch recht jungen) Musicalgeschichte bezeichnet werden, und kein anderes Arrangement für Blasorchester bringt die Atmosphäre des Originals so packend rüber wie die Bearbeitung von Johan de Meij. Verstärkt durch Bernd Wetzel an Orgel und Synthesizer-Harfe durfte unser Publikum in die düstere Welt der Opéra Garnier in Paris eintauchen. Wie wichtig gute Arrangements sind, zeigte sich auch im letzten offiziellen Stück des Konzerts: "Michael!" Die Popsongs von Michael Jackson zeichnen sich bereits im Original durch aufwändige Komposition und Produktion aus, klingen dabei aber höchst eingängig und sind jedem Radiohörer bestens bekannt. Um diesen Stil auch bei einem großen Blasorchester nicht zu verfälschen, bedarf es einer sehr guten Bearbeitung, und die verdanken wir dem Amerikaner Robert W. Smith. Nach den üblichen Danksagungen durften sich die Zuhörer noch über zwei Zugaben freuen. Das wohl populärste Werk des russischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch ist der "Second Waltz" aus der "Suite für Varieté-Orchester", auch hier stammte das Arrangement vom Niederländer Johan de Meij. Da uns beim Rockkonzert auf dem Rüttihof gegen Mitternacht ein Gewitter überraschte, holten wir einen dort nicht gespielten Titel einfach in die Festhalle: Stefan Herp sang, begleitet vom Blasorchester des Musikverein Zunsweier, den Karat-Klassiker "Über sieben Brücken" setzte damit einen schönen Schlusspunkt unter einen gelungenen Konzertabend.


In Nächten wie diesen … passt einfach alles.

Bühnentotale Als wir 2012 das Projekt MVZ Rockt! ins Leben riefen, da wirkte das Event auf dem Rüttihof ein wenig improvisiert, das geben wir gerne zu. Dennoch waren Erfolg und Zuspruch überwältigend, und somit war klar, dass wir das unbedingt wiederholen müssen. In diesem Jahr setzten wir auf wärmeres Wetter im Juli, auf eine größere, überdachte Bühne und behielten das bei, was 2012 schon gepasst hat: rockige Arrangements, motivierte Musiker, geniale Sänger und die unvergleichliche Stimmung auf dem Bauernhof.

Anne Wolf Zum Glück sagten unsere Gesangssolisten Anne Wolf und Stefan Herp sofort wieder zu, und wir nutzten die 13 Wochen zwischen Kirchen- und Rockkonzert intensiv, um ein Programm von 20 Stücken zu erarbeiten. Gesangsnummern und Instrumentalarrangements wurden bunt gemischt, um den Sängern auch mal eine Verschnaufpause zu gönnen. Die Fanfare aus den Rocky-Filmen eröffnete den Abend und stellte gleich klar, dass es zwar auch leise Töne geben würde, die Marschrichtung des Abends aber eindeutig "Rock" lautete.

Stefan Herp Höhepunkte des Abends waren unter anderem "Like The Way I Do", gesungen von Anne und ein herrlich brachiales "Get It On", mit dem Stefan das Publikum zum Kochen brachte. Natürlich haben wir auch Highlights aus dem vergangenen Jahr übernommen, denn was wäre ein Rockkonzert ohne "Knocking On Heaven's Door" oder "Highway To Hell"? Aber nicht nur betagte Rockklassiker begeisterten die Zuhörer, auch aktuellere Titel können mit einem Blasorchester gut klingen, wie wir mit dem Kult-Hit "Narcotic" von Liquido oder mit "Valerie" von Amy Winehouse bewiesen.

Publikum Bis zur Zugabe hielt das herrliche Sommerabendwetter, und irgendwie passten die Regentropfen dann doch zum Schluss-Song: Mit der Hymne "Tage wie diese" von den Toten Hosen beendeten wir nach gut drei Stunden unser Programm, doch das darauf einsetzende Gewitter konnte das Publikum nicht komplett vertreiben, der Abend war noch sehr lang. In unserer Bildergalerie finden Sie zahlreiche schöne Fotos (Danke an Nic und Claudia!). In der Badischen Zeitung ist ein toller Artikel erschienen, und das Offenburger Tageblatt hat auch berichtet.


Wetter, Blasmusik, Stimmung – alles einwandfrei!

Tenorhornist Der Sommer hat dieses Jahr wirklich lange auf sich warten lassen. Umso glücklicher waren wir, dass unser Rathausplatzkonzert bei "Kaiserwetter" stattfinden konnte. Es war herrlich sonnig, nicht zu heiß, und viele Besucher fanden sich in der Ortsmitte von Zunsweier ein. Der Nachmittag begann mit dem Unterhaltungskonzert des Musikverein Ohsbach, bei dem Dirigent Andreas Stiglmeier selbst an der Tuba einspringen musste, weil ihm sein Tubist erkrankt war. Dies tat der einwandfreien Leistung seiner Musiker aber keinen Abbruch.

Hefeweizen Danach spielte das Blasorchester Berghaupten, dessen Dirigent Christian Warth in Zunsweier nicht unbekannt ist, dirigierte er doch sieben Jahre lang die Kapelle des MVZ. Unser Publikum genoss die beiden Konzerte und das herrliche Sommerwetter sichtlich, labte sich an Grillwürsten und stillte den Durst mit Schorle, Bier und alkoholfreien Getränken. Bis in die Dämmerung war der Rathausplatz gut besucht, wofür wir uns bei Ihnen und bei unseren Gastkapellen herzlich bedanken. 64 schöne Fotos finden Sie hier in unserer Bildergalerie.


Kirchenkonzert 2013: eine tolle Leistung von Solisten und Orchester

Kirchenkonzert Nachdem wir vor zwei Jahren endlich wieder ein Konzert in der St.-Sixtus-Kirche Zunsweier veranstalteten, nutzten wir auch in diesem Jahr die besondere Atmosphäre und Akustik des großen Gotteshauses für eine gute Stunde feierlicher Musik. Gut 300 Zuhörer nahmen unser Angebot an und und konnten ein von Dirigent Frank Hertweck schön zusammengestelltes und überzeugend präsentiertes Programm genießen. Eine Bearbeitung des bekannten Kirchenliedes "Lobe den Herren" erklang dabei zur Eröffnung des spätnachmittaglichen Konzerts.

Kirchenkonzert Höhepunkte waren die L’Arlésienne-Suite Nr. 2 von Georges Bizet und das anspruchsvolle "Konzertstück für zwei Klarinetten" von Felix Mendelssohn-Bartholdy sein, bei dem die Solistinnen Kathrin Duregger und Lisa Obert ihr Können zeigten. Rebekka Lang spielte das Querflöten-Solo im Menuett der L’Arlésienne. Ein weiteres Highlight war die Originalkomposition "The Eighth Candle", die Szenen des jüdischen Hanukkah-Festes beschreibt und von vielen Zuhörern als beeindruckendstes Stück angesehen wurde. Vielen Dank für Ihren Besuch und die Spenden!

Spendenübergabe Ende Juni hat unsere Vorstandschaft einen Scheck über 500 EUR an das Haus Maria Frieden in Oberharmersbach übergeben. Sr Beate Maria Vetter erzählte sehr anschaulich von der wertvollen und immer wichtiger werdenden Arbeit des Hospizes und bedankte sich mit einer Führung durch das Haus. Das Haus Maria Frieden ist ein Hospiz und Pflegeheim, das vor allem AIDS-Kranke auf ihrem letzten Lebensabschnitt begleitet und eine moderne Paliativmedizin bietet. Diese Einrichtung haben wir mit unserem Kirchenkonzert gerne unterstützt.